EinführungDie SchöpfungslehreDie Naturwissenschaft





 “Ich glaube nicht, dass der Mensch nur ein vollkommener Affe ist. Das ist die 
  Frage der Evolution... Diese Theorie stimmt nicht nur mit den Ergebnissen der
  heutigen experimentellen Wissenschaft nicht überein, die ständig voran-
  schreitet, sondern steht in Wirklichkeit in Widerspruch zu diesen Funden,
  wie sorgfältig gezeigt wurde.”


  Hl. Maximilian Kolbe, Mugenzai no Seibo no Kishi (Juli 1934, S. 194-197)








Welche wichtige Rolle die Schöpfungslehre für den christlichen Glauben einnimmt, unterstrich der damalige Kardinal Ratzinger in einem Beitrag des Osservatore Romano vom 11. Juli 1989, wo er sagte:

„Der Hauptgrund für die Glaubenskrise ist
das fast vollständige Verschwinden der
Schöpfungslehre aus der Theologie”.


Dass der Mensch nicht von den Tieren abstammt, sondern allein durch übernatürliches Handeln Gottes ohne Evolution erschaffen wurde, ist keine moderne Erfindung sondern 2000-jährige christliche Lehre. Weder Mose, noch den Propheten, noch den Aposteln, Kirchenvätern, Kirchenlehrern und Konzilien wurde geoffenbart, dass es eine Evolution gegeben hätte. Stattdessen gibt es eine Fülle von Aussagen aus Schrift und Tradition, die die direkte Erschaffung bezeugen.
   
So schließen die folgenden Worte des heiligen Kirchenvaters und Kirchenlehrers Basilius des Großen (4. Jhdt.) jegliche Form von Evolution hin zum Menschen aus, da sie bestätigen, dass Adam nicht geboren wurde, auch nicht von einem Tier:

Und weil alle existierenden Dinge einen Ursprung haben, der später ist als der der Zeit, waren auch ihre Ursachen, in ihrer Reihenfolge, einmal nicht existent, geboren von Dingen, die einmal nicht waren. Selbst Adam, der erste Vater der menschlichen Rasse, wurde aus der Erde geformt, die aus nichts gemacht wurde, und nach der Zeit, das heißt, nach dem Himmel und der Erde, dem Tag und der Sonne, dem Mond und den Sternen, und er hatte keinen ersten Anfang im geboren werden, und begann zu sein als er einmal nicht gewesen war.” [1]

Ein weiteres Beispiel für die ununterbrochene katholische Lehre der direkten Erschaffung - ohne Geburt des ersten Menschen aus einem Tier - sind die Worte des heiligen Kirchenvaters und Kirchenlehrers Gregor von Nazianz (4. Jhdt.):

...Adam und Seth..., da der erstere nicht von Fleisch geboren wurde (denn er wurde erschaffen), aber der letztere von Adam und Eva geboren wurde. [2]
 
Dass Papst Pius XII in seiner Enzyklika Humani Generis bezüglich der Evolutionsfrage naturkundliche und theologische Untersuchungen über den menschlichen Körper gestattet hat, beinhaltet kein Einverständnis mit der weit verbreiteten Sichtweise, dass es mit dem Christentum vereinbar wäre, wenn der menschliche Leib Produkt von natürlichen Prozessen wäre. Ähnlich bedeutete auch die Erlaubnis von Paul VI, über die Verhütungsmittel fachlich zu diskutieren, kein Einverständnis mit denselben. Pius XII hatte zudem nur gestattet, zu untersuchen, ob der menschliche Leib von anderer belebter Materie kommen könnte. Er sagte nicht, "evolviert sein könnte". Er, der in diesem Abschnitt zu größter Vorsicht mahnt, scheint also die Diskussion darüber (nicht die Lehre an sich) zu erlauben, ob Gott statt aus Lehm den Menschen auch aus einer anderen Materie geformt haben könnte.

Papst Johannes Paul II hatte in einer Generalaudienz 1985 erklärt:

„All diesen Hinweisen auf die Existenz Gottes, des Schöpfers, setzen einige die Kraft des Zufalls oder die Mechanismen der Materie entgegen... In der Tat würde dies gleichbedeutend sein damit, Wirkungen ohne Ursache anzunehmen. Es würde die Abdankung des menschlichen Verstands bedeuten, der auf diese Weise sich dem Denken und der Suche nach einer Lösung für die Probleme verweigern würde“.

Bei der Evolutionstheorie geht es nun um sehr einfache Dinge. Die aufgeführten Argumente können auch ohne biologisches Fachwissen verstanden und widerlegt werden. Wenn jemand wirklich sagen könnte, dass er zu dieser Theorie als Nicht-Naturwissenschaftler schweigen müsste, dann müsste er auch zur Frage schweigen, ob sie mit dem Glauben vereinbar wäre. Denn damit behauptet er ja, dass er gar nicht erfassen könne, um was es hierbei eigentlich geht.

Die Unvereinbarkeit der Evolutionstheorie mit dem Christentum hat der Nicht-Naturwissenschaftler Johannes Paul II auch in einer Generalaudienz 1986 hervorgehoben:

„Es ist klar, dass die Glaubenswahrheit über die Schöpfung den Theorien der materialistischen Philosophie radikal entgegengesetzt ist. Diese Theorien sehen den Kosmos als das Ergebnis einer Evolution der Materie, die ausschließlich auf Zufall und Notwendigkeit zurückzuführen ist“

Andere Arten von Evolutionslehren als die von Zufall und Notwendigkeit sind weder Gegenstand der naturwissenschaftlichen Diskussion noch gibt es für etwas Derartiges Belege in Schrift und Tradition.

In der nicht-evolutionistischen Interpretation der Genesis stimmen alle Kirchenväter-Äußerungen überein. Gemäß dem Konzil von Trient und dem ersten Vatikanum darf niemand die Heilige Schrift in Belangen des Glaubens und der Moral „im Gegensatz zur einmütigen Übereinstimmung der Väter“ [3] interpretieren.

Die Entstehung des menschlichen Leibes durch Evolution, also geschöpfliche Kräfte, aus einem affenähnlichen Vorfahren stünde z. B. auch dem Wort des heiligen Kirchenvaters Augustinus entgegen:

„Der Mensch ist so nach dem Bilde Gottes, dass er ohne Vermittlung eines Geschöpfes von Gott gebildet wurde; darum ist nichts Ihm [Gott] näherverbunden.“ [4]

Und der heilige Kirchenlehrer Thomas von Aquin schließt die Entstehung der Körper durch Zuhilfenahme materieller Prozesse ("Schöpfung durch Evolution") mit diesen Worten aus:

„So ist es deshalb unmöglich für irgendein Geschöpf, zu erschaffen, weder aus seiner Kraft noch als Hilfsmittel – das heißt, unterstützend.“ [5]

Und an anderer Stelle, wo er die Möglichkeit der Leiberschaffung durch Mithilfe der Engel diskutiert:

„...der Leib des ersten Menschen konnte nur unmittelbar von Gott selbst gebildet werden.“ [6]

Der heilige Thomas von Aquin bestätigt die katholische Schöpfungslehre, wonach die Erschaffung nicht durch Naturprozesse sondern durch göttliche, übernatürliche Kraft augenblicklich und direkt geschah:

"... wie die Auferweckung der Toten, die Wiederherstellung des Augenlichts im Blinden, denen die Bildung des Leibes aus der Erde ähnlich ist." [7]

Ebenfalls sei an das entschlossene Auftreten der nordwestdeutschen Bischöfe erinnert, die sofort nach Erscheinen von Darwins Werk (1859) erkannten, dass die Evolutionstheorie nicht mit dem Christentum vereinbar ist. In eindeutigen Worten schloss das Provinzial-Konzil zu Köln bereits 1860 die Evolution auch des menschlichen Leibes aus:

„Unsere ersten Eltern wurden unmittelbar von Gott erschaffen. Deshalb erklären wir, dass die Meinung derjenigen, die nicht davor zurückschrecken, zu erklären, dass dieser Mensch, was seinen Körper betrifft, letztendlich aus der spontanen kontinuierlichen Umwandlung unvollkommener Natur zur vollkommeneren hervorging, klar der Heiligen Schrift und dem Glauben entgegengesetzt ist.“

Diese wegweisenden Worte von vermutlich mehrheitlich Nicht-Naturwissenschaftlern sind ein großes Geschenk Gottes für die Welt, die durch die Evolutionstheorie Glaube und Wissenschaft verloren hat.


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Beweis gegen die Evolutionstheorie

Ein Widerspruch zur Evolutionstheorie liegt in der Existenz von Bewusstsein. Dieses liefert keinen Überlebensvorteil. Da ein gefühlloser, programmierter Roboter genau dieselben Reaktionen und Handlungen ausführen könnte, wie ein bewusst fühlender Mensch, wäre eine Evolution nicht in der Lage, jenes - wenngleich immaterielle - "Organ" namens Seele oder Bewusstsein hervorzubringen. Auch ein programmierter Roboter kann zum Beispiel bei Kontakt mit einer heißen Oberfläche "Aua" ausrufen und die Hand zurückziehen. Es ist für diese überlebensfördernde Reaktion nicht notwendig, dass der Roboter auch bewusst Schmerz fühlt. Selbst wenn ein Bewusstsein durch schrittweise Mutation aus materiellen Strukturen aufbaubar wäre, so hätte dennoch die Selektion eine solche unnötige, komplexe Struktur im Keim zugrunde gehen lassen. Denn für das Überleben ist nur entscheidend, wie sich ein materieller Körper in der Umwelt verhält und nicht, ob er dies rein mechanisch oder mit fühlendem Bewusstsein tut. Allein das physikalische Ergebnis bestimmt den Selektionsvorteil im Darwinschen Kampf ums Dasein. Dass der Mensch dennoch als bewusstes Wesen existiert, beweist, dass seine Seele nicht durch Evolution entstanden sein kann.  

Daraus ergeben sich auch Folgerungen für den Körper. Denn unsere bewusst gesteuerten Organe wie Hände, Füße oder Augen würden ohne die bewusste Steuerung durch die Seele keine sinnvollen Bewegungen ausführen. Das heißt, ohne die Seele hätten diese Organe keinen Selektionsvorteil. Solche sinnlosen komplexen Strukturen könnten deshalb nie durch eine Evolution hervorgebracht werden. Da also die Seele nicht durch Evolution entstanden sein kann und die körperlichen Organe nicht ohne Seele sinnvoll sind, folgt, dass auch der Körper nicht durch Evolution entstanden sein kann.

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Vortrags-Video: "Der Mensch stammt von Gott, nicht von einer Evolution"

Vortrags-Video: "Eine naturwissenschaftliche Kritik der Evolutionstheorie"

Vortrags-Video: "Das Weltall stammt von Gott, nicht von einem Urknall."


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[1] Heiliger Basilius der Große, Über die Dreieinigkeit, Par. 16, entnommen aus der Pro-Life Library, (Font Royal, VA: Human Life International, 2000). CD-ROM.

[2] Heiliger Gregor von Nazianz, Oration 39, #12, entnommen aus www.newadvent.org (03.09.3010).

[3] 1. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über den katholischen Glauben, Kapitel 2 (DS, 1788).

[4] Migne, Patrologiae cursus completus, series Latina, accurante F. P. Migne, Paris.

[5] Summa Theologica I, Q. 45, A. 5.

[6] Summa Theologica I Q. 91, A. 2.

[7] Summa Theologica, I Q. 91, A. 2

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DIE ERSCHAFFUNG DES LEIBES

Eine in unserer Zeit häufig vertretene Auffassung zum Ursprung des menschlichen Körpers besagt, dass Gott zwar die immaterielle Seele des ersten Menschen direkt in einem übernatürlichen Akt erschaffen habe. Der Leib sei aber möglicherweise das Produkt einer langen Abfolge von evolutiven Naturprozessen. Diese theistische Evolutionslehre sei von der katholischen Kirche, zum Beispiel von Papst Pius XII, als mit dem Glauben vereinbar anerkannt.

In Wirklichkeit hat Pius XII in seiner Enzyklika „Humani Generis“ im Jahr 1950 lediglich die Erlaubnis erteilt, theologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Frage durchzuführen und das Thema prüfend zu erörtern. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem Zugeständnis, dass die Evolutionstheorie in irgendeiner Form mit dem christlichen Glauben vereinbar wäre. Die Freiheit zur Untersuchung einer Sache ist nicht dasselbe wie das Einverständnis mit der Sache selbst. Hier liegt heute eine ähnliche Situation vor wie unter Papst Paul VI, der vor der Veröffentlichung seiner Enzyklika „Humanae Vitae“ im Jahr 1968 den Fachleuten erlaubte, die Frage der Empfängnisverhütung zu untersuchen. Diese Freiheit der Untersuchung wurde damals von vielen irrtümlich bereits als Freiheit zur Verwendung von Verhütungsmitteln interpretiert. „Humane vitae“ jedoch lehnte diese Praktiken schließlich ab und folgte damit der durch die Jahrtausende unveränderten kirchlichen Lehre.  

Pius XII hat in „Humani Generis“, Abschnitt IV, mit diesen sehr umsichtigen Worten dargelegt, dass das Vortragen und Überprüfen der Argumente beider Seiten erwünscht ist:

„Deshalb verbietet es das Lehramt der Kirche nicht, dass die Theorie des Evolutionismus, insoweit dort Forschungen angestellt werden über die Herkunft des menschlichen Leibes aus einer bereits bestehenden, lebenden Materie – während ja der katholische Glaube uns verpflichtet, daran festzuhalten, dass die Seelen unmittelbar von Gott geschaffen sind – gemäß dem augenblicklichen Stand der weltlichen Wissenschaften und der heiligen Theologie, Gegenstand von Untersuchungen und Besprechungen gelehrter Fachleute auf beiden Gebieten sei. Und zwar sollen die Begründungen für beide Ansichten, also der begünstigenden und auch der ablehnenden, mit gebührendem Ernst, besonnen und maßvoll abgewogen und beurteilt werden; unter der Voraussetzung, dass alle bereit sind, dem Urteil der Kirche Folge zu leisten, welcher von Christus das Amt anvertraut worden ist, sowohl die Heilige Schrift authentisch zu erklären, als auch die Dogmen des Glaubens zu schützen.

Einige überschreiten nun in unbesonnener Verwegenheit diese Freiheit der Erörterung, indem sie so tun, als sei sozusagen der Ursprung des menschlichen Leibes aus einer bereits bestehenden und lebenden Materie durch bis jetzt gefundene Indizien und durch Schlussfolgerungen aus diesen Indizien bereits mit vollständiger Sicherheit bewiesen; und angeblich liege aus den Quellen der göttlichen Offenbarung kein Grund vor, welcher auf diesem Gebiet die allergrößte Mäßigung und Vorsicht verlangen würde.“

Im Folgenden soll nun der Aufforderung von Papst Pius XII nachgekommen werden, sowohl im theologischen als auch im naturwissenschaftlichen Bereich die Evidenz für und gegen eine evolutive Entstehung des menschlichen Leibes zu untersuchen.


Suche nach Zeugnissen aus Schrift und Tradition für Evolution

In der Heiligen Schrift, die in allen ihren Teilen den Heiligen Geist als Autor hat (Zweites Vatikanisches Konzil, Verbum Dei), lässt sich an keiner Stelle ein Verweis darauf finden, dass der Mensch oder die anderen Lebewesen ihre körperliche Form über jahrmilliardenlange evolutive Naturprozesse erhalten hätten.

In der zweiten maßgeblichen Offenbarungsquelle der katholischen Kirche, der durch den Heiligen Geist geleiteten Lehrtradition, wurde ebenfalls nirgends offenbart, dass der menschliche Leib durch Abstammung aus dem Tierreich hervorgegangen wäre. Es gibt keine Aussage der Kirchenväter, Kirchenlehrer und Konzilien, die eine theistische Evolution verkündet. Auch in der liturgischen und ikonographischen Tradition wird eine Evolution des menschlichen Leibes nicht kommuniziert.

Das leicht zu verstehende Grundkonzept einer gemeinsamen Abstammung aller Arten von einem einfachen Vorfahren, vermittelt durch Auslese der am besten für einen Kampf ums Dasein angepassten Individuen, hätte problemlos Teil der göttlichen Offenbarung sein können. Besonders in der Ikonographie wäre der Übergang eines gebückt gehenden Primaten, der sich schrittweise zum Menschen hin aufrichtet, auch für den Analphabeten anschaulich auf Kirchenwänden und Altären darstellbar gewesen.

Die Grundzüge der darwinistischen Idee, wonach die funktionale Komplexität der Lebewesen nicht Ergebnis übernatürlichen Schöpfungshandelns sondern von Zufall und Notwendigkeit sei, waren zudem bereits in der antiken griechischen Geisteswelt bekannt. Aristoteles erwähnt diese Lehre des Empedokles in seinem Buch „Physik“, gemäß derer die Teleologie in der Natur nur eine scheinbare sei. Der Eindruck einer sinnvollen Zweckhaftigkeit käme demnach, wie bei Darwin, daher, dass unter all den Varianten die gut Angepassten überlebt hätten und die schlecht Angepassten untergegangen wären: „Was hindert also die Annahme, dass es sich auch mit den (organischen) Teilen in der Natur so verhalte, zum Beispiel die Zähne wüchsen mit Notwendigkeit (aus dem Kiefer) heraus, und zwar die vorderen scharf, geeignet zum Abbeißen, die Backenzähne aber breit und (daher) brauchbar zum Zerkleinern der Nahrung, wohingegen dies doch nicht um dessentwillen eintrete, sondern es falle nur so zusammen. Und ähnlich sei es auch mit den übrigen Teilen, in welchen ein „wegen etwas“ vorzuliegen scheint. Überall, wo sich nun alles so ergab, als ob es wegen etwas geschehen wäre, da erhielten sich diese (Gebilde), die eben rein zufällig in geeigneter Weise zusammengetreten seien. Wo es sich nicht so ergab, da gingen sie unter und tun es noch, so wie ja Empedokles spricht von „Rindsgattungen mit Mannsbug“1.

Aristoteles widerspricht aber einer solchen, proto-darwinistischen Deutung der Artentstehung: „Es ist jedoch unmöglich, dass es sich auf solche Weise verhalten kann. Diese (beschriebenen Vorgänge) und überhaupt alle naturhaften Ereignisse vollziehen sich entweder immer so oder in aller Regel so, von den Ereignissen infolge von Fügung und Zufall aber keins.“2 Wäre also tatsächlich zum Beispiel die sinnvolle Struktur der Zähne nur eine zufällige Anordnung, die sich wegen der Überlebenstauglichkeit bis heute erhalten hätte, dann müssten wir auch immer in großer Menge andere Zahnanordnungen beobachten. Diese würden dann zwar wieder untergehen, aber zumindest müssten sie immer wieder auftauchen, wenn das System Zahnanordnung ursprünglich wirklich den Zufall als Grundlage hätte.

Zwar scheint das Argument des Aristoteles den Mechanismus einer kontinuierlichen Ansammlung zahlreicher, winziger Mutationsschritte, wie er für die Darwinsche Theorie kennzeichnend ist, nicht zu berücksichtigen. Jedoch zeigt sein Diskurs, dass ein evolutives Ursprungsprinzip bereits zu seiner Zeit Gegenstand der intellektuellen Auseinandersetzung war. Es wäre dem damaligen Menschen also nicht, wie bisweilen gesagt wird, zu unverständlich gewesen, wenn Gott eine „Schöpfung durch Evolution“ in der Heiligen Schrift, in der Vätertradition oder durch das apostolische Lehramt geoffenbart hätte.


Zeugnisse aus Schrift und Tradition für übernatürliche Erschaffung


Der Heilige Geist bezeugt die evolutionsfreie Erschaffung des Menschen beispielsweise an folgender Stelle der Heiligen Schrift, wo Jesus spricht:

„Am Anfang der Schöpfung hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.“ (Mk 10, 6)

Das heißt, Jesus Christus bezeugt, dass der Mensch nicht, wie die Abstammungslehre besagt, fünfzehn Milliarden Jahre nach dem Beginn der Schöpfung erschaffen wurde, sondern am Anfang der Schöpfung, also ohne einen vorangehenden langen Evolutionsprozess.

Und in gleicher Weise heißt es in Sirach 15, 14: „Er hat am Anfang den Menschen erschaffen...“.

Auch in Psalm 3, 6-9 offenbart Gott, dass keine langen Zeitalter evolutiver Naturprozesse Ihn, den Allmächtigen, hätten unterstützen müssen. Vielmehr genügte Sein Befehl, um alles augenblicklich hervorzubringen: „Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen... Denn der Herr sprach, und sogleich geschah es; er gebot, und alles war da.“

Der heilige Thomas von Aquin, der bedeutendste Theologe des Mittelalters, bestätigt dieses Zeugnis, wonach die Schöpfung allein durch göttliche, übernatürliche Kraft geschah. So vergleicht er die Erschaffung des menschlichen Leibes mit anderen Wunderhandlungen:

... Veränderungen, die außerhalb der Naturordnung und nur in göttlicher Kraft sich vollziehen, wie die Auferweckung der Toten, die Wiederherstellung des Augenlichts im Blinden, denen die Bildung des Menschen aus der Erde ähnlich ist.“3

In der evolutions-freien Interpretation der Genesis stimmen auch alle Kirchenväter-Äußerungen überein. Gemäß dem Konzil von Trient und dem ersten Vatikanum darf niemand die Heilige Schrift „im Gegensatz zur einmütigen Übereinstimmung der Väter“ interpretieren4.

Die Entstehung des menschlichen Leibes durch Evolution, also durch geschöpfliche Kräfte, aus einem affenähnlichen Vorfahren stünde zum Beispiel auch dem Wort des heiligen Kirchenvaters Augustinus entgegen: „Der Mensch ist so nach dem Bilde Gottes, dass er ohne Vermittlung eines Geschöpfes von Gott gebildet wurde; darum ist nichts Ihm [Gott] näher verbunden.“5

Ebenso schließen die folgenden Worte des heiligen Kirchenvaters und Kirchenlehrers Basilius des Großen jegliche Form von Evolution hin zum Menschen aus, da sie bestätigen, dass Adam nicht geboren wurde, also auch nicht von einem Tier, sondern aus Erde geformt wurde:

„Und weil alle existierenden Dinge einen Ursprung haben, der später ist als der der Zeit, waren auch ihre Ursachen, in ihrer Reihenfolge, einmal nicht existent, geboren von Dingen, die einmal nicht waren. Selbst Adam, der erste Vater der menschlichen Rasse, wurde aus der Erde geformt, die aus nichts gemacht wurde, und nach der Zeit, das heißt, nach dem Himmel und der Erde, dem Tag und der Sonne, dem Mond und den Sternen, und er hatte keinen ersten Anfang im geboren werden, und begann zu sein als er einmal nicht gewesen war.”6

Ein weiteres Beispiel für die ununterbrochene katholische Lehre der direkten Erschaffung - ohne Geburt des ersten Menschen aus einem anderen Lebewesen - sind die Worte des heiligen Kirchenvaters und Kirchenlehrers Gregor von Nazianz:

„...Adam und Seth..., da der erstere nicht von Fleisch geboren wurde (denn er wurde erschaffen), aber der letztere von Adam und Eva geboren wurde.”7

Und der heilige Thomas von Aquin schließt einmal mehr die Entstehung des Leibes durch Zuhilfenahme materieller Prozesse mit diesen Worten aus:

„So ist es deshalb unmöglich für irgendein Geschöpf, zu erschaffen, weder aus seiner Kraft noch als Hilfsmittel – das heißt, unterstützend.“8

Und an anderer Stelle, wo er die Möglichkeit der Leiberschaffung durch Mithilfe der Engel diskutiert:

 „...der Leib des ersten Menschen konnte nur unmittelbar von Gott selbst gebildet werden.“9  

Er wiederholt die Erschaffung ohne Vorstufen und bekennt, dass allein Gottes Wort hierfür ursächlich war:

... die leiblichen Formen,die die Körper hatten, als sie zuerst hervorgebracht wurden, kamen unmittelbar von Gott, dessen Gebot alleine die Materie gehorcht, als seine eigene echte Ursache. Um dies zum Ausdruck zu bringen, leitet Moses jedes Werk mit den Worten, die Gott sagte, ein: Dieses Ding soll sein, oder jenes, um die Entstehung aller Dinge durch das Wort Gottes anzuzeigen...10

Die höchste lehramtliche Autoritätsstufe einer päpstlichen Aussage stellt die Formulierung eines Glaubensbekenntnisses dar. Papst Pelagius I (6. Jhdt.) hat ein Credo für den König der Franken verfasst, das keinen Raum lässt für eine Abstammung des menschlichen Leibes von tierischen Eltern:

„Adam und Eva wurden nicht von anderen Eltern geboren sondern wurden erschaffen, der eine aus der Erde, die andere jedoch aus der Rippe des Mannes.“  

Und im Jahr 1880, einundzwanzig Jahre nach Erscheinen von Darwins Werk „Der Ursprung der Arten“, wies Papst Leo XIII in seiner Enzyklika über die Ehe „Arcanum Divinae Sapientiae“ die Hypothese der Vereinbarkeit einer evolutiven Entstehung der Körper von Adam und Eva mit dem katholischen Glauben durch diese Worte zurück:

„Wir erwähnen nur, was allen bekannt ist und von niemandem bezweifelt werden kann, dass Gott, nachdem Er am sechsten Schöpfungstage den Menschen aus dem Lehm der Erde gebildet und in sein Angesicht den Odem des Lebens gehaucht hatte, ihm eine Gefährtin zugesellte, die er in wunderbarer Weise der Seite Adams entnahm als er im Schlaf eingeschlossen war.“

Schließlich sei auf die lehramtliche Definition des Vierten Laterankonzils aus dem Jahr 1215 hingewiesen, die im Jahr 1870 vom Ersten Vatikanischen Konzil, also elf Jahre nach Erscheinen von Darwins Evolutionstheorie, wiederholt wurde. Sie lehrt Folgendes über Gott:

„ ... der Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, des Geistigen und des Körperlichen: Er schuf in seiner allmächtigen Kraft am Anfang der Zeit aus nichts zugleich beide Schöpfungen, die geistige und die körper-liche, nämlich die der Engel und die der Welt und danach die mensch-liche, die gewissermaßen zugleich aus Geist und Körper besteht.“11

Diese Lehramtsaussage der Kirche stellt die Zusammenfassung der Heiligen Schrift und der Heiligen Tradition zur Erschaffung der Welt dar. Aus ihr wird deutlich, dass Gott die materiellen Dinge nicht über Milliarden von Jahren durch Evolution entstehen ließ, sondern „am Anfang der Zeit“ alles „zugleich“, d. h. in relativer Gleichzeitigkeit, ins Dasein brachte. Dass mit der körperlichen Schöpfung nicht nur die ersten Atome oder die raue Erde gemeint ist, wird durch die Aussage bekräftigt, dass Gott „danach die menschliche“ Schöpfung, seinen Geist und seinen Körper, erschaffen hat. Hätte der Heilige Geist vermitteln wollen, dass zwischen der Erschaffung der Erde bzw. den ersten Atomen und der Erschaffung des Menschen ein Milliarden Jahre langer Prozess mit vielen Zwischenwesen vor der abschließenden Erschaffung des Menschen gestanden hätte, dann würde es nicht heißen, dass Gott „danach“, also nach der Erschaffung der Welt am Anfang der Zeit, den Menschen gemacht hat.

Man kann also zusammenfassend feststellen, dass die Verkündigung der katholischen Kirche in der Heiligen Schrift und in ihren maßgeblichen Lehraussagen der gesamten Kirchengeschichte die direkte, evolutions-freie Erschaffung des menschlichen Leibes lehrt.

Häufig wird die Ansicht vertreten, dass moderne wissenschaftliche Erkenntnisse es notwendig machen würden, diese traditionelle katholische Schöpfungslehre der neuen Zeit anzupassen und die lehramtlichen Aussagen zugunsten der Evolutionstheorie umzuinterpretieren. Doch auch gegen diese Idee stellten sich die Konzilsväter des 1. Vatikanums, indem sie diejenigen mit dem Ausschluss belegten, die sagen...

„... dass man den Dogmen, die durch die Kirche aufgestellt wurden, manchmal eine Bedeutung beimessen muss, die, gemäß dem Fortschritt der Wissenschaft, unterschieden ist, von dem, was die Kirche verstanden hat und versteht“12

Im Jahr 1907 verwarf auch der Heilige Papst Pius X die dem entsprechende folgende Ansicht als Irrlehre:

„Der Fortschritt der Wissenschaften verlangt eine Reform der christlichen Lehre von Gott, von der Schöpfung, von der Offenbarung,...“13

Im nächsten Abschnitt soll nun die Untersuchung der Evolutionsfrage auf dem Gebiet der Naturwissenschaft erfolgen, um wieder, im Sinne von „Humani Generis“ beide Seiten abzuwägen und insbesondere konkret zu prüfen, worin der „Fortschritt der Wissenschaft“ besteht.


Suche nach naturwissenschaftlichen Evolutionsbeweisen

Für die Abstammung des Menschen von einem mit den Großaffn gemeinsamen Vorfahren wird häufig ein molekularbiologisches Argument angeführt, wonach Mensch und Schimpanse 99 % ihrer Gene gemeinsam hätten. Dem ist jedoch der grundsätzliche Einwand entgegenzuhalten, dass Ähnlichkeit prinzipiell keinen Beweis für Abstammung darstellt. In der Elektrotechnik beispielsweise gibt es zahlreiche Geräte wie Kühlschränke, Uhren und Fernseher, die sehr viele Bauteile gemeinsamen haben. Dass sie die gleichen Transistoren, Kondensatoren und Widerstände verwenden, beweist jedoch nicht, dass der Kühlschrank oder der Fernseher durch Evolution aus der Uhr hervorgegangen wäre. Vielmehr liegt die innere Ähnlichkeit in gleichen funktionalen und konstruktiven Anforderungen begründet, die der gleiche Ingenieur, der Mensch, mit der Auswahl gleicher Lösungsstrategien beantwortet hat.

Immer wieder zeigten auch molekularbiologische Untersuchungen Ähnlichkeiten zwischen Genen und Proteinen verschiedener Lebewesen, die von der traditionellen Taxonomie herkommend andere Gründe für die Ähnlichkeit nahelegen als Abstammung. Lewin führt einige solcher unerwarteter Ergebnisse auf, die sich aus Molekülvergleichen ergeben würden:

“Die Elephantenspitzmaus, die von der traditionellen Analyse der Ordnung der Insektenfresser zugeordnet wird … ist in Wirklichkeit näher verwandt... zum echten Elephanten. Kühe sind näher verwandt zu Delphinen als zu Pferden. Das Schnabeltier … steht auf gleicher evolutionärer Stufe mit … Känguruhs und Koalas.“14

Das Mouse Genome Sequencing Consortium berichtete im Jahr 2002, dass 99 % der Gene der Maus jeweils mit einem Gen des Menschen übereinstimmen, was das Abstammungsargument mit dem Schimpansen weiter entkräftet.

Schließlich beruht das genetische Ähnlichkeitsargument nicht, wie es der Anschein nahe legt, auf einem Vergleich der vollständigen Genome von Mensch und Schimpanse, sondern auf einem Vergleich von lediglich 3 % des Genoms. Die Funktion von 97 % der DNA wurde nicht verstanden und daraus der Schluss gezogen, dass diese Bereiche keine Funktion hätten. In der Vorannahme, dass Evolution wahr sei, wurde es für plausibel gehalten, dass im Erbgut viel defektes und unnötiges Material angesammelt worden wäre. Deshalb wurden diese DNA-Abschnitte als „Junk-DNA“, d. h. als Abfall-DNA, klassifiziert und nicht weiter für den Vergleich berücksichtigt.

Der logische Fehlschluss vom Nichtverstehen auf Nichtvorhandensein einer Funktion wurde durch die neuere Forschung aufgedeckt, die bei immer mehr ehemals für nicht-codierend gehaltenen DNA-Bereichen eine Funktion nachweisen konnte. So berichtet Nowak:

„Genügend Gene wurden bereits … entdeckt, die zeigen, dass das, was einst für Abfall gehalten wurde, definitiv in wissenschaftlichen Code übersetzt wird.“15

Und Mattick, einer der Pioniere in der Erforschung dieser DNA-Sequenzen, kommt zu dem Schluss:

„[D]as Versagen, die Bedeutung der nicht-codierenden DNA zu erkennen, wird als der größte Fehler in der Geschichte der Molekularbiologie betrachtet werden.”16

Neuere Studien an Schimpansen, die den ursprünglichen Fehler vermeiden, kommen zu größeren Werten bei der Quantifizierung der Differenz zum Menschen. So bezeichnet das Science-Magazin den 1 % - Unterschied als „Mythos“17. Das Chimpanzee Sequencing and Analysis Consortium veröffentlichte einen Unterschied, der bereits 4 % ausmacht18, Hahn berichtet von 6,4 %19 und Geschwind fand in einem Vergleich allein der Gehirngene bereits 17, 4% Unterschied zwischen Mensch und Schimpansen.20

Das heißt zusammenfassend, dass die Molekularbiologie keinen Beweis für eine evolutive Entstehung des menschlichen Leibes anführen konnte.

Ein weiteres Forschungsfeld, dem in dieser Hinsicht eine große Bedeutung beigemessen wird, ist die Embryologie. Gemäß dem von Ernst Häckel vorgeschlagenen „Biogenetischen Grundgesetz“ würde sich in der Embryonalentwicklung des Menschen die evolutionäre Stammesentwicklung der Menschheit beobachten lassen. Nach 100 Jahren Evolutionsforschung in verschiedenen Bereichen kommt Julian Huxley zu der Überzeugung, dass hierin der stärkste Beleg für die Richtigkeit des Darwinismus zu finden sei:

„Die Embryologie gibt uns den schlagendsten Beweis für Evolution. Viele Tiere, die als Ausgewachsene extrem unterschiedlich sind, sind als Embryonen schwer auseinander zu halten. Du selbst, als du ein junger Embryo warst, warst sehr ähnlich zu den Embryos der Eidechsen, Hasen, Hühner, Katzenhaie und anderer Wirbeltiere. Die einzige vernünftige Erklärung ist, dass wir Wirbeltiere alle durch gemeinsame Abstammung verbunden sind.”21

Abgesehen davon, dass Huxley bzw. Häckel den prinzipiellen logischen Fehlschluss von Ähnlichkeit auf Abstammung macht, wurden diese Aussagen bereits zu Lebzeiten Häckels in der Fachwelt inhaltlich angezweifelt. Und im Jahr 1997 führte Richardson mit modernen Mikroskopuntersuchungen eine vergleichenden Studie an den Embryonen verschiedener Wirbeltiere und des Menschen auf der selben frühen Entwicklungsstufe durch22. Seine fotografischen Aufnahmen widerlegen die Zeichnungen von Häckel, die die Grundlage für das „Biogenetische Gesetz“ bildeten. Richardson kommt aufgrund der empirischen Datenlage zu folgendem Urteil über die bis in die Gegenwart weit verbreiteten Embryo-Darstellungen Häckels:

„Dies ist einer der schlimmsten Fälle von Wissenschaftsbetrug. Es ist schockierend, dass jemand, den man für einen großen Wissenschaftler gehalten hat, absichtlich in die Irre geführt hat. … Was er [Häckel] tat, war, einen menschlichen Embryo zu nehmen und zu kopieren, und dabei gab er vor, dass der Salamander und das Schwein und all die anderen auf der gleichen Entwicklungsstufe gleich aussehen würden. Sie sehen nicht gleich aus... Das sind Fälschungen.“23

Bock schrieb lange vor den Aufnahmen von Richardson, dass Häckels Ideen nicht haltbar sind und bemerkt, wie außergewöhnlich schwierig es ist, diese Erkenntnis im Bewusstsein vieler Biologen zur Geltung zu bringen:

„Zudem ist das biogenetische Gesetz so tief im biologischen Denken verwurzelt geworden, dass es nicht herausgerissen werden kann, obwohl von zahlreichen aufeinanderfolgenden Gelehrten gezeigt worden ist, dass es falsch ist.“24

Ein weiteres evolutions-relevantes Forschungsgebiet ist die Anatomie. Wiedersheim berichtete von ca. einhundert Organen im Menschen, bei denen er keine Funktion erkennen konnte und daraus schloss, dass sie keine Funktion hätten. Unter der Vorannahme einer evolutionären Abstammung des Menschen ordnete er sie als Überbleibsel, als „rudimentäre Organe“, einer Entwicklungsgeschichte ein. Wichtige Beispiele dafür sind der Blinddarmfortsatz und die Mandeln. Jedoch konnten auch hier, analog zu den „nicht-codierenden Genen“, durch weitergehende Forschung Funktionen gefunden werden. So schreibt Bockus:

„Dem Blinddarm wird im allgemeinen keine bedeutende Funktion beigemessen. Allerdings tendieren aktuelle Befunde dahin, ihn ins Immunsystem einzubinden.“25

Auch hinsichtlich der Mandeln wurde eine Funktion im Bereich der Immunabwehr entdeckt:

„Zusätzlich zur Produktion von Lymphozyten, sind die Mandeln bei der Synthese von Immunoglubolin aktiv.“26

Auf ähnliche Weise konnte auch bei den meisten anderen vorgeschlagenen rudimentären Organen schließlich ihre tatsächliche Bedeutung ermittelt werden:

„Wiedersheim war mit der Zusammenstellung seiner langen Liste von rudimentären Organen sehr im Irrtum. Die meisten von ihnen haben zumindest eine kleine Funktion an irgendeinem Punkt im Leben... Als unser Wissen anwuchs wurde die Liste rudimentärer Strukturen kleiner. Wiedersheim konnte im Menschen ungefähr einhundert auflisten; zeitgenössische Autoren listen üblicherweise vier oder fünf. Sogar die gegenwärtige kurze Liste rudimentärer Strukturen im Menschen ist fragwürdig.“27

Der logische Fehlschluss vom Nichterkennen auf Nichtvorhandensein einer Funktion wurde nicht nur irrtümlich als Beleg für Evolution gewertet. Er hatte zudem für viele Menschen gravierende gesundheitliche Folgen:

„Die Mandel-Entfernung ist die am häufigsten durchgeführte Operation. Die Ärzte dachten einmal, dass die Mandeln einfach zwecklose evolutionäre Überreste wären und nahmen sie heraus, in der Annahme, dass es nicht schaden könne. ... Heute gibt es beträchtliche Evidenz, dass es mehr Schwierigkeiten im oberen Atmungstrakt gibt nachdem die Mandeln entfernt wurden als davor, und die Ärzte stimmen im allgemeinen darin überein, dass eine einfache Mandelvergrößerung keine Indikation für eine Operation ist... “28

An dieser Stelle sei noch einmal Scadding zitiert, der zum Ausdruck bringt, dass ein grundsätzlicher Fehler in der Argumentation mit rudimentären Organen vorliegt. Auch zur Zeit von Wiedersheim, das heißt ohne die neueren Erkenntnisse zu den tatsächlichen Funktionen vieler Organe, hätte dieser Fehlschluss erkannt werden können:

„Ein solches Argument, aus Unwissen, oder aus negativen Ergebnissen, hat keine wissenschaftliche Gültigkeit und hat keinen Platz in der beobachtenden Wissenschaft... Da es nicht möglich ist, sinnlose Strukturen eindeutig zu identifizieren, und da die Struktur des Arguments wissenschaftlich nicht gültig ist, folgere ich, dass ‘rudimentäre Organe’ keinen besonderen Beweis für die Evolutionstheorie liefern.“29

Schließlich sollen nun die wichtigsten Ergebnisse der Paläoanthropologie, der Suche nach fossilen Zeugnissen der Existenz eines Zwischenwesens zwischen affenähnlichem Säugetier und dem Menschen, betrachtet werden. Der wohl bedeutendste Befund in dieser Hinsicht war die weit verbreitete Zeichnung eines Neandertalers von Frantisek Kupka, die dieser Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach einer Skelettrekonstruktion des Paläontologen Marcellin Boule angefertigte. Sie stellte ein halbaffenähnliches Wesen dar, das weitgehend den Vorstellungen Boules über den Neandertaler entsprach, wonach „das Biest mit gebeugten Knien gegangen war und mit einem watschelnden Schritt, mit nach vorne hängendem Kopf auf einem untersetzten Hals, seinen großen Zeh schimpansenähnlich zur Seite gespreizt...“30

Ungefähr siebzig Jahre später veröffentlichte Scientific American den neueren Stand der Forschung, der dieser einen, sehr einflussreichen Rekonstruktion eines Neandertaler-Skeletts widersprach:

„Um es zusammenzufassen, Boule und andere waren im Irrtum: Neandertaler waren nicht weniger menschlich als der moderne Mensch... Es ist nun klar, dass die Neandertaler die selben Haltungsmöglichkeiten, manuelle Gewandtheit und Reichweite und Charakter der Bewegung hatten wie sie der moderne Mensch hat...“31

Die Unterschiede, die man zwischen den Skeletten von Neandertalern und denen anderer Menschen erkennen kann, sind gering und führen nicht zu einer Ausgliederung aus dem Variabilitätsbereich der Gattung Mensch. Vielmehr lassen sich typische Züge auch in heute lebenden Menschen erkennen:

„Neandertaler haben viel größere Überaugenwülste als lebende Europäer, und sie sind immer kontinuierlich über die Stirn entwickelt. Eine bedeutende Anzahl von heutigen und lebenden indigener zu den Aborigines gehörenden Australier haben große, kontinuierlich entwickelte Überaugenwülste. Macht sie das primitiver als die Europäer? Macht das die Neandertaler modern?“32

Der Archäologe Gerd-Christian Weniger, Direktor des Neandertaler-Museums in Mettmann, ruft dazu auf, den „Mythos des wilden Mannes“33 zu überwinden, der diese Menschen irrtümlicherweise umgibt. Er stellt heraus, dass die charakteristischen Eigenschaften dieser Fossilien keinen Beweis für ihre Entstehung durch evolutionäre Anpassungsmechanismen darstellen. Vielmehr könnten sie genau so gut durch zufällige genetische Drift entstanden sein:

„Niemand hat bislang zeigen können, welchen Überlebensvorteil die große Nase, der mächtige Überaugenwulst, die Veränderungen am Hinterhaupt oder das fehlende Kinn boten. Möglicherweise beruhten sie auf Zufall, weil die Populationen der Neandertaler sehr klein und immer wieder isoliert waren.“34

Das bedeutet, dass die historische Stellung des Neandertalers, des „Kronzeugen für die Evolutionstheorie“35, auf einer Fehlrekonstruktion beruhte. Er ist vollständiger Mensch. Ebenso werden die Fossilien, die als Homo erectus und Homo ergaster bezeichnet werden, uneingeschränkt zur Gattung Mensch gezählt.

Zeitgenössischere Autoren schlagen vor, dass die ausgestorbene Gattung der Australopithecinen fossile Belege für eine Abstammung des menschlichen Leibes von den Tieren liefern würde. Bestimmte einzelne Eigenschaften, wenn man sie isoliert vom gesamten Organismus betrachtet, zeigen in der Tat eine relativ menschenähnliche Erscheinung. Auf der anderen Seite haben alle verschiedenen Unterarten dieser Geschöpfe in vielen anderen Aspekten des Körpers affenähnliche oder allgemein nicht-menschliche Eigenschaften. Während manche Australopithecinen zum Beispiel bestimmte menschenähnliche Zahnformen besitzen und alle ihrer Unterarten eine menschenähnliche Position des Hüftgelenks aufweisen, zeigen alle ihrer Unterarten typisch affenähnliche Eigenschaften in der Größe des Hüftgelenks, der Gehirnkapazität und Gehirnmorphologie, dem Körperstamm, dem Abkaumuster der Zähne (Hinweis auf Ernährungsweise) und dem Brustkorb. Andere von allen Unterarten geteilte nicht-menschenähnliche (und nicht affenähnliche) Eigenschaften sind die mögliche Fähigkeit einer einzigartigen zweibeinigen Gangweise, vergrößerte Oberflächen der Backenzähne, kleine Schneidezähne und Eckzähne, ein flaches Gesicht sowie eine spezielle Kletterhand mit gebogenen Fingerknochen. Letztere legt zusammen mit der oberen Skelettmorphologie nahe, dass die Australopitecinen sich häufig kletternd fortbewegten.

Zahlreiche Studien wurden veröffentlicht, die die nicht-menschliche Natur der Australopithecinen offenbaren, zum Beispiel der Artikel von Berger und Tobias:

„Wir hinterfragen deshalb die Fähigkeit dieses Schienbeins, auf die selbe Weise zu funktionieren wie in einem menschlichen obligatorisch erdgebundenen Zweibeiner... Australopithecus Africanus war extrem affenähnlich in seiner Morphologie, und möglicherweise an das Leben in Bäumen angepasst... Wir sind erstaunt wegen der Tatsache, dass nicht ein einziges Merkmal verwendet werden kann, um dieses Schienbein unzweideutig von dem eines Schimpansen zu trennen...“36

Deshalb liefern auch diese Fossilien keinen Beleg dafür, dass es sich bei der ausgestorbenen Gattung der Australopithecinen um den lange gesuchten „Affenmenschen“ handeln würde. Die Suche nach einem solchen in der Gesamtheit der Erscheinung fast menschenähnlichen Tieres ist somit bis heute erfolglos. Da zahlreiche Variationen ausgestorbener Affengattungen in den Fossilien gefunden werden können, hätte man auch Fossilien von „Affenmenschen“ finden müssen. Ihr Fehlen unterstützt die Deutung, dass sie nie existiert haben.


Widerlegung der Evolutionstheorie

Die Entwicklung des menschlichen Leibes aus einem einzelligen Vorfahren würde eine große Zunahme von Ordnung durch Naturprozesse bedeuten. Ein solcher hypothetischer Vorgang ist aber durch das grundlegendste aller Naturgesetze, den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, ausgeschlossen. Dieser beschreibt, dass alle chemischen und physikalischen Vorgänge stets von einem Zustand größerer Ordnung (kleinerer Entropie, d. h. Wahrscheinlichkeit) zu einem Zustand geringerer Ordnung (größerer Entropie) führen und niemals umgekehrt. Er entspricht unserer Alltagserfahrung in allen Dingen. So würde beispielsweise ein säuberlich aufgebauter Papierstapel durch die Einwirkung von Naturkräften wie des Windes in kurzer Zeit seine geordnete Struktur verlieren und regellos im Raum verteilt liegen. Der umgekehrte Prozess, dass Wind und Wetter die einzelnen Papiere wieder sorgfältig in einem Stapel aufschichten würden, ist auch in Milliarden Jahren statistisch unmöglich, gleichgültig welche Naturprozesse man dafür in Betracht ziehen würde. In gleicher Weise kann es keine physikalisch-chemischen Vorgänge geben, die aus ungeordneten anorganischen Molekülen hochkomplexe menschliche Körper machen könnten. Die damit verbundene Verletzung des Zweiten Hauptsatzes wäre auch durch die Annahme sehr langer Zeiträume und unzähliger kleiner Zwischenschritte nicht vermeidbar.

Oft wird an dieser Stelle der Einwand erhoben, dass der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik definitionsgemäß nur für „geschlossene Systeme“ gelte. Die Lebewesen und die ganze Erde seien aber „offene Systeme“. Unter einem offenem System versteht man ein räumliches Volumen oder eine Materieansammlung, die Energie und/oder Materie mit der Umgebung austauschen kann.

Um die Tragweite dieses Einwands zu untersuchen, muss man konkret betrachten, wie in einem offenen System die Ordnungsbildung oder Entropieabnahme vor sich geht. Am Beispiel der Entstehung von hochgradig geordneten Schneeflocken aus diffusem Wassergas kann das zugrunde liegende Prinzip aller solcher Naturprozesse, die in offenen Systemen Entropie erniedrigen, verstanden werden. Die Offenheit des Systems ermöglicht, dass Energie aus dem Wassergas abgeführt werden und die Kondensation des Wassers einsetzen kann. Dadurch lagern sich die bisher regellos aneinander stoßenden Wassermoleküle wegen ihrer vorgegebenen Struktur und der atomaren Wechselwirkungen notwendig in Form von Sechsecken an, die sich in Form von Röhren zusammenschließen. Daraufhin wachsen aus den Seitenwänden der sechseckigen Röhren die bekannten Schneekristalle mit ihrer sechszähligen Symmetrie. Entscheidend bei diesem Vorgang ist, dass die sichtbar gewordene Ordnung bereits vorher in der Geometrie der Wassermoleküle, d. h. in der Winkelstellung der beiden Wasserstoffatome zum Sauerstoffatom hin, vorhanden war. Es wird also in offenen Systemen keine neue Ordnung erzeugt, sondern nur bereits vorgegebene Ordnung auf einer anderen Ebene ausgeprägt.

Der von Darwin vorgeschlagene Evolutionsprozess hingegen beruht nicht auf bereits am Anfang auf einer anderen Ebene vorhandenen Ordnung. Die Entstehung von Leben aus leblosen Molekülen oder von Menschen aus einem Einzeller gehört nicht zu den Prozessen, die in offenen Systemen möglich sind. Im Gegensatz zur Entstehung der Schneeflocken schaltet Abkühlen oder Erwärmen keine vorprogrammierte Polymerstruktur aus regellosen Aminosäuren ein oder informationstragende DNS-Stränge aus ungeordneten Nukleobasen oder ließe Organe entstehen, die vorher nicht existierten. Deshalb wird die Entstehung neuer, komplexerer Baupläne in der Tier- und Pflanzenwelt durch das grundlegendste Naturgesetz verhindert. Dies gilt für jedweden angenommenen Naturprozess, das heißt auch für Mutation und Selektion, und auch für eine beliebige Anzahl angenommener Zwischenritte.37



Eine zweite Widerlegung der Darwinschen Hypothese ergibt sich daraus, dass natürliche Selektion definitionsgemäß nur die für das Weiterexistieren bestehender Baupläne günstigste Variante für jeweils eine einzige Entwicklungsstufe auswählt. Der Pfad hin zu einem neuen Organ würde jedoch die Aneinanderreihung sehr vieler solcher Stufen erfordern. Selektion würde nur die vorteilhafteste Variante für die eine gerade gegebene Stufe finden aber nicht, welche Stufe als nächstes angereiht werden müsste, um schließlich irgendwann einmal ein neues Organ zu bilden. Die stillschweigende Gleichsetzung von „Pfad zu größerer Fitness“ mit „Pfad zu neuem Organ“ stellt einen grundlegenden Irrtum des Darwinismus dar. Es wird übersehen, dass auf jeder Entwicklungsstufe auch viele Sackgassenpfade die Variante mit der aktuell größten Überlebenstauglichkeit sein könnten. Dass dies bei einer hypothetischen Aneinanderreihung unzähliger Einzellschritte hin zu einem neuen Organ auf keiner einzigen Stufe der Fall wäre, ist statistisch ausgeschlossen.


Der dritte Beweis gegen die Evolutionshypothese besteht darin, dass man nirgends in der jetzigen Natur und in den Fossilien auch nur ein einziges halbfertiges Organ sehen kann, das erkennbar irgendwohin evolviert, das heißt komplexer wird: Entweder ein Organ ist vollständig ausgebildet oder gar nicht vorhanden. Man beobachtet also den „Fittesten“ und gleichzeitig den „Unfittesten“ einer vermeintlichen Entwicklungskette, zum Beispiel vom Reptil zum Vogel. Die Zwischenwesen wären aber alle überlebenstauglicher gewesen als als der Erste in der Kette. Deshalb müssten wir wie den Unfittesten, von dem wir oft viele lebende Arten vorfinden, auch viele Halb-evolvierte noch heute beobachten, wenn es sie gegeben hätte.


Die vierte Widerlegung folgt aus der Existenz von Bewusstsein. Dieses liefert keinen Überlebensvorteil. Da ein gefühlloser, programmierter Roboter genau dieselben Reaktionen und Handlungen ausführen könnte, wie ein bewusst fühlender Mensch, wäre eine Evolution nicht in der Lage, jenes „Organ“ (wäre es materiell) namens Seele oder Bewusstsein hervorzubringen. Auch ein programmierter Roboter kann zum Beispiel bei Kontakt mit einer heißen Oberfläche einen Schmerzensschrei von sich geben und die Hand zurückziehen. Es ist für diese überlebensfördernde Reaktion nicht notwendig, dass der Roboter auch bewusst Schmerz fühlt. Selbst wenn ein Bewusstsein durch schrittweise Mutation aus materiellen Strukturen aufbaubar wäre, so hätte dennoch die Selektion eine solche unnötige, komplexe Struktur im Keim zugrunde gehen lassen. Denn für das Überleben ist nur entscheidend, wie sich ein materieller Körper in der Umwelt verhält und nicht, ob er dies rein mechanisch oder mit fühlendem Bewusstsein ausführt. Allein das physikalische Ergebnis bestimmt den Selektionsvorteil im Darwinschen Kampf ums Dasein. Dass der Mensch dennoch als bewusstes Wesen existiert, beweist, dass seine Seele nicht durch Evolution entstanden sein kann.  

Daraus ergeben sich auch Folgerungen für den Körper. Denn unsere überlebensnotwendigen Organe wie Hände, Füße oder Augen würden ohne die bewusste Steuerung durch die Seele keine sinnvollen Bewegungen ausführen. Das heißt, ohne die Seele hätten diese Organe keinen Selektionsvorteil. Damit wären sie sinnlose komplexe Strukturen und könnten deshalb nie durch eine Evolution hervorgebracht werden. 

Da also die Seele nicht durch Evolution entstanden sein kann, kann auch ihre wichtige Fähigkeit, Hände, Füße oder Augen sinnvoll zu steuern, nicht durch Evolution entstanden sein. Und ohne diese bewusste Steuerung könnten die körperlichen Organe gegenüber dem Selektionsprinzip nicht bestehen. Daraus folgt, dass auch der menschliche Leib nicht durch Evolution entstanden sein kann.


Schlussfolgerung

Wie die immaterielle Geistseele ist auch der menschliche Leib durch übernatürliches Schöpfungshandeln Gottes ohne Zuhilfenahme von Naturprozessen erschaffen worden. Damit entstammt auch das Wesen des Menschen als Mann oder Frau einem ausschließlich göttlichen Akt und ist deshalb geheiligt. Die Geschlechtlichkeit und die Ehe als Bund der Liebe zwischen Mann und Frau sind rein übernatürlichen Ursprungs. Sie dürfen vom Menschen nicht manipuliert oder zerstört werden.

In Gottes ursprünglicher Absicht waren Mann und Frau für das Leben im Paradies geschaffen worden, ein Leben in Harmonie mit Gott und miteinander, ohne Leid, ohne Mühsal und ohne Tod. Der heilige Augustinus schreibt: „In dieser Schöpfung wäre die Welt, hätte niemand gesündigt, erfüllt und verschönert gewesen mit Naturen, die ausnahmslos gut waren.”38

Die Übertretung von Gottes Gebot war eine Versündigung an Seiner Heiligkeit und Seinem heiligen Plan, deretwegen die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden. Der stellvertretende freiwillige Sühnetod Jesu Christi am Kreuz zur Vergebung der Sünden beendet die Ferne von Gott für jeden, der dieses Geschenk Gottes annimmt und für seine Sünden aufrichtige Buße tut. Damit wird in seiner Seele die ursprüngliche Schöpfungsordnung wieder aufgerichtet und auf ihn wartet ein noch herrlicherer Leib als der, der am Anfang der Zeit erschaffen worden ist.

Er kann von ganzem Herzen in den 139. Psalm mit einstimmen: „Ich danke Dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke!”



1Aristoteles, Physik, 198b, 18-31.2Ibid., 35.3Summa Theologica, I Q. 91, A. 2.41. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über den katholischen Glauben, Kapitel 2 (DS, 1788).5Heiliger Augustinus, Patrologiae cursus completus, series Latina, accurante F. P. Migne, Paris.6Heiliger Basilius der Große, Über die Dreieinigkeit, Par. 16, entnommen aus der Pro-Life Library, (Font Royal, VA: Human Life International, 2000). CD-ROM.7Heiliger Gregor von Nazianz, Oration 39, #12, entnommen aus www.newadvent.org (03.09.3010). 8Summa Theologica I, Q. 45, A. 5.9Summa Theologica I Q. 91, A. 2.10Summa Theologica I Q. 65 A.4.11 DS800; Katechismus der Katholischen Kirche 327.121. Vatikanisches Konzil, Glaube und Vernunft, Kanon 3.13Hl. Pius X, Lamentabili sane exitu, 64 (1907).14Roger Lewin, New Scientist 157 (1998) S. 39.15Rachel Nowak, Science 1263 (1994) S. 608. 16John Mattick, Catalyst (2003) www.abc.net.au/catalyst/stories/s898887.htm (Zugriff 10.03.09).17Cohen, Science 2316 (2007) S. 1835.18Nature 437 (2005) S. 69 – 87.19Hahn et al, PLoS ONE 1(1): e85, doi:10.1371 (2006).20Geschwind et al, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 103 (2006), S. 17973-17978.21Julian Huxley, The Wonderful World of Life; The Story of Evolution (1958) S. 15.22Michael Richardson et al, Anatomy and Embryology 196(2) (1997) S. 91 - 106.23Michael Richardson, The Times London (11 Aug. 1997) S. 14.24Walter J. Bock, Science 164 (1969) S. 684 – 685.25Henry L. Bockus, Gastroenterology 2 (1976) S. 1134 - 1148.26Amelia Drake, Tonsillectomy (1975) http://emedicine.medscape.com/article/872119-overview (Zugriff 10.03.09).27R. S. Scadding, Evolutionary Theory 5 (1981) S. 173 – 176.28J. D. Ratcliff, Your Body and How it Works (1975) S. 137.29R. S. Scadding ibid.30Shreeve (1994) 18.31E. Trinkaus, Scientific American (Dez. 1979) S. 118-33.32M. Wolpoff, R. Caspari, Race and Human Evolution (1997) S. 331–33233G.-C. Weniger, Der Neandertaler, GEO kompakt (2014) Nr. 41, S. 151.34Ibid. S. 150.35Ibid. S. 151.36L. R. Berger, P. V. Tobias, Journal of Human Evolution (1996) S. 343, 347:37T. Seiler, Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Berlin (2012) www.originality-of-species.net.38Hl. Augustinus, Gottesstadt Buch 11, Kap. 23.